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Zum Bürgerantrag „Baumschnitt in Wuppertal – Pflege statt Kahlschlag“

2. Juli 2014

Rede unserer Stadtverordneten Bettina Brücher in der Sitzung des Rates am 30.06.2014

Bettina_Bruecher_web

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,

der Bürgerantrag „Baumschnitt in Wuppertal – Pflege statt Kahlschlag“ steht aus Sicht der GRÜNEN stellvertretend für viele Bürgerinnen und Bürger, die  entsetzt waren und sind über den Kahlschlag in Wuppertal. Begonnen hat es mit den massiven Rodungen auf der Nordbahntrasse. Der Anblick der großen Anzahl gefällter Bäume war für viele äußerst erschreckend.

Weitere Flächen wurden gerodet, wie die zukünftige Ikea-Fläche oder die Fläche für den überflüssigen zweiten Baumarkt auf Lichtscheid.

Der Bürgerantrag zeigt deutlich, dass die Menschen in Wuppertal ihre grüne Stadt schützen und bewahren wollen.

Auch die Abschaffung der Baumschutzsatzung hat in den letzten Jahren  bewirkt, dass viele Bäume ohne Not gefällt wurden.

Die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Bürgerantrag stellt klar, dass nicht gegen Umweltgesetze verstoßen wurde und in den meisten Fällen nachvollziehbare Gründe für die Fällung von Bäumen vorlagen. Auch werden die Umweltverbände über den Umweltausschuss und den Landschaftsbeirat eingebunden.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind allerdings der Meinung, dass die Bürgerinformationen noch deutlich ausgebaut werden müssen. Informationen wie die uns jetzt vorliegende ausführliche Stellungnahme der Verwaltung sollten konsequent vor jeder größeren Baumfällaktion veröffentlicht werden, nicht nur in den Bezirksvertretungen oder im Umweltausschuss.

Daher beantragen wir den Beschlussvorschlag in der Vorlage zu ändern und wie folgt zu ergänzen:

Der Rat der Stadt fordert die Verwaltung auf, Bürgerinnen und Bürger, Umweltinitiativen und Bürgervereine etc. bei allen zukünftig geplanten größeren Baumfällaktionen ausführlich über Presse und Internet zu informieren.