Top14, Ergänzungsantrag, Einrichtung von Tempo 30 sowie eines Fußübergangs am Westfalenweg
Sehr geehrter Herr Ugurman,
die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt nimmt den o.g. Bericht zur Kenntnis, hat aber weitergehende Anmerkungen und Fragen an die Verwaltung.
Deshalb bitten wir den Ausschuss folgendem Ergänzungsantrag zuzustimmen:
Beschlussvorschlag
Der Ausschuss für Verkehr bittet die Verwaltung, die Querungssituation für Fußgänger am Westfalenweg im Bereich der im bisherigen Prüfauftrag bezeichneten Querungsstelle erneut und umfassend zu überprüfen. Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte betrachtet werden:
- Tatsächlicher Querungsbedarf
Die Verwaltung wird gebeten, den tatsächlichen Fußgängerquerungsbedarf an der betreffenden Stelle zu erfassen bzw. durch eine geeignete Verkehrserhebung zu ermitteln. - Zumutbarkeit der vorhandenen Lichtsignalanlagen
Die Verwaltung wird gebeten, darzustellen, inwieweit die etwa 120 m westlich bzw. 160 m östlich gelegenen Lichtsignalanlagen für Fußgänger tatsächlich eine gleichwertige und zumutbare Querungsmöglichkeit darstellen. Dabei sollen insbesondere die erforderlichen Umwege und die Wegebeziehungen der Fußgänger berücksichtigt werden. - Geschwindigkeit und Verkehrsstärke
Ergänzend sollen aktuelle Geschwindigkeitsdaten sowie aktuelle Verkehrszahlen für den betreffenden Abschnitt zugrunde gelegt werden. Die Verwaltung wird gebeten darzustellen, ob sich seit der bisher herangezogenen Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 2020 Veränderungen ergeben haben. - Prüfung eines Fußgängerüberwegs bzw. einer Querungshilfe
Auf Grundlage der aktuellen Daten soll erneut geprüft werden, ob an der betreffenden Stelle ein Fußgängerüberweg (FGÜ), eine Querungshilfe oder eine andere geeignete Maßnahme zur Verbesserung der Fußgängersicherheit und der Querbarkeit des Westfalenwegs möglich und sinnvoll ist. - Fußverkehr als eigenständiges Prüfkriterium
Bei der Bewertung sollen nicht ausschließlich die Unfallstatistik und die Funktion des Westfalenwegs als Hauptverkehrsstraße berücksichtigt werden, sondern auch die tatsächlichen Fußwegebeziehungen, der Querungsbedarf und die Alltagstauglichkeit der vorhandenen Querungsmöglichkeiten.
Die Ergebnisse der Prüfung sollen auch der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg zur Beratung vorgelegt werden.
Begründung
Der Westfalenweg besitzt als Hauptverkehrsstraße eine hohe verkehrliche Bedeutung und wird nach Angaben der Verwaltung täglich von etwa 10.000 bis 15.000 Kraftfahrzeugen genutzt. Gleichzeitig besteht ein Bedarf an sicheren und möglichst direkten Querungsmöglichkeiten für Fußgänger.
Mit freundlichen Grüßen
Timo Schmidt Rainer Widmann
Verkehrspolitischer Sprecher stellv. Ausschussmitglied