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TOP 9, Waldeckstraße – Einrichtung einer Radverkehrsanlage im Zuge der Straßensanierung

21. September 2026

Ergänzungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN an den Ausschuss für Verkehr am 15.09.2026 

Sehr geehrter Herr Ugurman,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt die geplante Instandsetzung der Waldeckstraße zur Beseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden. Auch die Verwendung von aufhellendem Material, um die Hitze-Abstrahlung zu reduzieren, wird positiv bewertet. Ebenso begrüßen wir die nun von der Verwaltung vorgelegte VO zur Umsetzung der beiden Radfahrstreifen in Teilabschnitten der Waldeckstraße.
Da die BV-Heckinghausen in ihrer Sitzung am 1. September 2026 die aktuelle VO der Verwaltung abgelehnt hat, wollen wird gerne folgenden konstruktiven Vorschlag machen, um sowohl den in der BV-Heckinghausen vorgetragenen Interessen zum Erhalt möglichst vieler P+R-Plätze, als auch der Anlegung von Radfahrstreifen gerecht zu werden.

Deshalb bitten wir den Ausschuss, folgendem Ergänzungsantrag zuzustimmen:

  1. Im Zuge der Instandsetzung der Waldeckstraße werden gemäß der VO/0933/26 Radfahrstreifen eingerichtet.
  2. Für die dabei entfallenden 30 Parkmöglichkeiten werden durch eine Änderung der Spuraufteilung der Waldeckstraße östlich der Einmündung Rauental ein großer Teil (ca. 25 – 28 Parkplätze) ersetzt (siehe Roteintragung in beil. Lageplan).
  3. Ferner soll von der Verwaltung, die schon seit vielen Jahren immer wieder diskutierte Möglichkeit einer Parkpalette an der Straße Höfen wieder aufgenommen werden, um dort dauerhaft in Bahnhofsnähe weitere P+R-Plätze zu schaffen. Dabei ist zu prüfen, ob diese Maßnahme zeitnah aus der Stellplatzrücklage und ggf. mit 90% Förderung (nach §12 ÖPNVG) seitens VRR finanziert und umgesetzt werden kann.

 

Begründung
Die Waldeckstraße ist als wichtige Haupthandlungsachse (Nr. 11) im vom Rat der Stadt am 8. Juli 2019 beschlossenen Radverkehrskonzept enthalten. Dort ist die Waldeckstraße als wichtige Verbindungsache aus Richtung Schwelm, Langerfelderstraße und Rauental zum Oberbarmer Bahnhof dargestellt. Zudem stellt sie einen wichtigen Link zu der in der Heckinghauser Straße geplanten Radverkehrsinfrastruktur dar. Auch ist hier eine sichere Radverkehrsinfrastruktur für die geplante 7.Gesamtschule unabdingbar.

Die von der Verwaltung in der Pressemitteilung vom 27.02.2025 genannte Verkehrsmenge von täglich 13.200 Fahrzeugen kann problemlos von zwei Fahrspuren zur Abwicklung des Kraftfahrzeugverkehrs verkraftet werden, sodass die Spuraufweitung östlich der Straße Rauental entbehrlich ist (siehe Roteintragung in beil. Lageplan).

Hinweisen möchten wir auch noch darauf, dass von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr am 18. Juni 2024 bereits darauf hingewiesen wurde, dass hier zwei Fahrspuren und zwei Radwege ausreichen. Dem wurde von der Verwaltung damals nicht widersprochen.

Wenn aus Sicht der Fachverwaltung die überlange Rechtsabbiegespur für die geplanten Umleitungsverkehre temporär gebraucht wird, dann müsste der Radweg dort eben wie in der VO/0933/26 dargestellt für diesen Zeitraum an der Straße Rauental enden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Timo Schmidt                                     Rainer Widmann

Verkehrspolitischer Sprecher            stellv. Ausschussmitglied