Nutzung städtischer Räumlichkeiten durch Schulen ohne eigene Aula für die Würdigung von Kulturprojekten – kostenfrei
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an den Ausschuss für Kultur am 17.02.2026
Sehr geehrter Herr Dr. Köster,
die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, der Ausschuss für Kultur möge folgenden Beschluss fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, Schulen ohne eigene Aula die unentgeltliche Nutzung geeigneter städtischer Räume (z. B. Lichthof des Rathauses, Saal des Verwaltungsgebäudes Elberfeld, Räumlichkeiten der Zentralbibliothek) für die Präsentation von Kunst‑, Musik‑ und sonstigen Kulturprojekten zu ermöglichen. Die Verwaltung wird hierfür eine zentrale Ansprechpartnerin bzw. einen zentralen Ansprechpartner benennen, der die Raumkoordination für das Lehrpersonal übernimmt und die Vergabe nach transparenten Kriterien regelt.
Begründung:
- Ist‑Zustand: Viele Schulen in Wuppertal verfügen nicht über eine eigene Aula. Der fehlende Veranstaltungsort stellt ein erhebliches Hindernis dar, schulische Kunst‑und Musikprojekte öffentlich zu würdigen. Lehrkräfte müssen häufig zeitintensive und kostenintensive Alternativen organisieren, was die kulturelle Bildung der Schülerinnen und Schüler einschränkt.
- Problematik: Der bürokratische Aufwand bei der Suche nach geeigneten Räumen und die finanziellen Belastungen für die Schulen führen dazu, dass zahlreiche Schüler:innen‑Projekte unbeachtet bleiben und wertvolle kulturelle Leistungen im Verborgenen bleiben.
- Nutzen: Durch die Bereitstellung geeigneter städtischer Räume wird die Sichtbarkeit schulischer Kulturarbeit erhöht, die Wertschätzung für kreative Leistungen gestärkt und das Gemeinschaftsgefühl zwischen Schulen und Stadt gefördert. Beispiele wie die Ausstellung des Kunstprojektes der Klasse X der Gesamtschule Y im Lichthof des Rathauses zeigen das Potenzial einer solchen Maßnahme.
- Umsetzung: Die Benennung einer zentralen Ansprechpartnerin bzw. eines zentralen Ansprechpartners ermöglicht eine schnelle und transparente Raumvermittlung, reduziert den administrativen Aufwand für Lehrkräfte und stellt sicher, dass die Nutzung den Anforderungen an Sicherheit und Barrierefreiheit entspricht.
Die Maßnahme stärkt die kulturelle Bildung und entspricht den Zielen der Grünen für mehr Teilhabe, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit im Bildungsbereich.
Mit freundlichen Grüßen
Janina Smits, Stadtverordnete, Sprecherin für Kultur und und Gleichstellung
Dagmar Liste-Frinker, Bürgermeisterin, Sprecherin für Wirtschaft Standortmarketing