Freiwilligendienstleistende stärker in den Blick nehmen – Ehrenamtskarte auch für FSJ/BFD
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an den Jugendhilfeausschuss am 08.07.2026
Sehr geehrter Herr van Bebber,
in Wuppertal leisten jedes Jahr ca. 180 Jugendliche einen Freiwilligendienst. Sie unterstützen mit ihrer Tätigkeit die soziale Infrastruktur in Krankenhäusern, Kindertagestätten, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die soziale Infrastruktur und zeigen Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich für die Gesellschaft.
Junge Menschen die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst bekommen eine Aufwandentschädigung, die aber nicht sonderlich hoch ist (je nach Einsatzstelle werden 350-400 € gezahlt). Die bisherigen Rahmenbedingungen der Wuppertaler Ehrenamtskarte sehen ein längeres, kontinuierliches Ehrenamt vor, um die Karte beantragen zu können.
Um das großartige Engagement der Jugendlichen zu unterstützen, bitten wir die Fachverwaltung zu prüfen:
- Inwiefern für den Zeit des Dienstes (12 Monate) auch die FSJ/ BFS´ler die Ehrenamtskarte erhalten können, oder alternativ die entsprechenden Vergünstigungen allen in Wuppertal lebenden und tätigen Freiwilligendienstleistenden zugänglich gemacht werden können?
- Die Fachverwaltung möge gemeinsam mit dem Einsatzstellen und dem zentralen Träger für Wuppertal, dem Internationalen Bund, überlegen, inwiefern eine regionale Kampagne für den Freiwilligendienst entwickelt werden kann, um auch für die Zukunft eine stabile Anzahl von FDJ/BFD’lern einerseits und Einsatzstellen andererseits zu gewährleisten. Eine solche Kampagne zur Akquise neuer Menschen im Freiwilligendienst soll keine Alternative zur Anerkennung des Freiwilligendienst in der Ehrenamtskarte sein.
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Gabriel-Simon, Stadtverordneter
Paul Yves Orth-Ramette, Ausschussmitglied
Diana Ertl, Fraktionsvorsitzende