Die Bundesgartenschau in Wuppertal: eine Chance für die ganze Region
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den Ausschusses für Verkehr und Planung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr am 19.03.2026
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet den Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr und Planung, den folgenden Antrag in der oben genannten Sitzung zur Abstimmung zu stellen: Der Ausschuss beschließt:
1. Frühzeitiger Dialog mit den Bergischen Städten Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) nimmt frühzeitig Gespräche mit den Bergischen Städten auf, um den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) während der Bundesgartenschau 2031 effizient und verlässlich zu gestalten. Um einen reibungslosen Transport der Besucher*innen aus Städten wie Köln, Düsseldorf, Solingen und Remscheid nach Wuppertal sicherzustellen, sollen mögliche Zusatzhalte sowie Verstärkerfahrten auf bestehenden Bahnrelationen geprüft werden. In diesem Zusammenhang ist auch der zusätzliche Halt des RE 7 in Wuppertal-Vohwinkel zu untersuchen.
2. Koordination mit umliegenden Verkehrsverbünden In Gesprächen mit den umliegenden Verkehrsverbünden weist der VRR frühzeitig auf die Bundesgartenschau hin und entwickelt – nach Möglichkeit gemeinsam mit den anderen Verbünden – ganzheitliche, abgestimmte Lösungsansätze.
3. Abstimmung mit dem MUNV NRW und Umsetzung erster Maßnahmen des Nahverkehrsplans Die Verwaltung des VRR nimmt die Bundesgartenschau zum Anlass, Gespräche mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW) zu führen. Ziel ist es, erste Maßnahmen des VRR-Nahverkehrsplans, die das Bergische Land betreffen, ab dem Jahr der Bundesgartenschau umzusetzen. Dabei sollen in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium z.B.:
○ die frühzeitige Durchbindung der S7 nach Düsseldorf und
○ die Anbindung des RE2 an Wuppertal und Solingen (Bochum-Wuppertal-Solingen-Köln) erörtert/geprüft werden. In diesem Kontext sind potenzielle Finanzierungsmöglichkeiten sowie Unterstützungsleistungen des Landes zu besprechen. Der Ausschuss wird regelmäßig über den Fortgang der Planungen und Gespräche informiert.
Begründung:
Die Bundesgartenschau in Wuppertal findet zwar erst 2031 statt, dennoch erfordern Vorhaben dieser Größenordnung eine frühzeitige Planung. Eine Bundesgartenschau zieht erfahrungsgemäß mehrere Millionen Besucher*innen an. Wuppertal rechnet mit über 12.000 zusätzlichen Besucher*innen pro Tag bei insgesamt 180 Ausstellungstagen. Zugleich soll im Zeitraum der Bundesgartenschau die A46 wegen Brückenarbeiten gesperrt sein. Dementsprechend ist ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen im SPNV zu erwarten. Vom erwarteten Besucheraufkommen können Wuppertal und das gesamte Bergische Städtedreieck erheblich profitieren. Voraussetzung dafür ist jedoch eine jederzeit verlässliche Erreichbarkeit der verschiedenen Standorte der dezentralen Bundesgartenschau. Ein moderner, leistungsfähiger SPNV ist hierfür unerlässlich. Die Aufwertung der Verkehrsinfrastruktur im Bergischen Städtedreieck im Kontext der BuGa ist ein Anliegen von landesweiter Bedeutung. Daher besteht berechtigte Hoffnung, dass das Land NRW systematische Verbesserungen im SPNV finanziell unterstützt. Der vorliegende Antrag soll einen ersten Impuls setzen, die Bundesgartenschau auch seitens des VRR frühzeitig zu begleiten. Erfahrungen aus früheren Großveranstaltungen – etwa der UEFA EURO 2024 – zeigen, dass eine langfristige Vorbereitung wesentlich zum Gelingen von Großveranstaltungen beiträgt.
Mit freundlichen Grüßen,
Norbert Czerwinski & Petra Schmidt-Niersmann Fraktionsvorsitzende Timo Schmidt, Leon Kröck, Frank vom Scheidt, Salvador Oberhaus Für das Bergische Städtedreieck