Startseite > Auslobung Wuppertals als Fairtrade-Stadt

Auslobung Wuppertals als Fairtrade-Stadt

7. Juli 2010

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktionen der CDU, SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP beantragen, der Rat der Stadt Wuppertal möge beschließen:

Die Stadt Wuppertal beteiligt sich an der Kampagne „FairTrade Towns“ und strebt den Titel „Fairtrade-Stadt“ an. Mit dieser Entscheidung beschließt die Stadt Wuppertal gleichzeitig als ersten Schritt, dass bei allen Rats- und Ausschusssitzungen sowie im Bereich des Büros des Oberbürgermeisters Kaffee und ein weiteres Produkte aus fairem Handel verwendet werden.

Zur Erlangung des Titels „Fairtrade-Stadt“ verpflichtet sich die Stadt Wuppertal, im Weiteren Maßnahmen zu ergreifen und folgende vier zusätzlich geforderte Kriterien zu erfüllen:

1. Die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

2. Das Angebot gesiegelter Produkte des Fairen Handels in den lokalen Einzelhandelsgeschäften und den Ausschank von Fairtrade-Produkten in Cafés und Restaurants zu unterstützen.

3. Die Verwendung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen und die Durchführung von Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ anzuregen.

4. Die Unterrichtung der örtlichen Medien über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Begründung:
Bereits heute erfolgt durch verschiedene Maßnahmen der Stadt Wuppertal die Unterstützung des Fairen Handels. So wird beispielsweise im Büro des Oberbürgermeisters schon jetzt fair gehandelter Kaffee verwendet.

Auch im Bereich des örtlichen Einzelhandels verfügt Wuppertal über ein breites Angebot an Verkaufsstätten von Produkten aus dem fairen Handel.
Weiter gibt es Aktivitäten in Schulen, wie z.B. eine Lernpartnerschaft zwischen GEPA und der Gesamtschule Barmen und Kirchengemeinden, die das Kriterium der Erlangung des Titels „Fairtrade-Stadt“ erfüllen.

So beheimatet Wuppertal seit 35 Jahren die „faire“ Handelsgesellschaft GEPA. Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH ist die größte Fair-Handelsorganisation in Europa, die im Mai 1975 von kirchlichen Jugendverbänden und Hilfswerken gegründet wurde.

Die Beteiligung an der Kampagne „Fairtrade Towns“ wäre ein weiterer Baustein in der Unterstützung des Fairen Handels und der Gewinnung örtlicher Akteure. Diese Aktion ist gleichzeitig Antrieb für neue Veranstaltungen und Projekte. Die Stadt Wuppertal würde Mitglied in einer weltweiten Kampagne, an der sich bereits 600 Städte in 18 Ländern beteiligen. Darunter auch unsere Nachbarstädte Dortmund, Bonn und Neuss.

Träger der Kampagne ist in Deutschland der Verein TransFair. Dieser wird von 35 Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung und Soziales getragen. Darüber hinaus unterstützen die EU, die Bundesregierung, Parteien und viele engagierte Einzelpersonen TransFair.

Mit freundlichen Grüssen

gez. Bernhard Simon
Fraktionsvorsitzender

gez. Klaus Jürgen Reese
Fraktionsvorsitzender

gez. Peter Vorsteher
Fraktionsvorsitzender

gez. Jörn Suika
Fraktionsvorsitzender