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Auswirkungen des privaten Silvesterfeuerwerks auf die Wuppertaler Einsatzkräfte

5. Februar 2026

Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an den Ausschuss für öffentliche Ordnung, Bürgerservice und Digitalisierung & Betriebsausschuss ESW am 18.02.2026        

Sehr geehrter Herr Spiecker,

in den vergangenen Jahren wurde oft die teils deutliche Mehrbelastung der Rettungsdienste, Feuerwehr sowie Krankenhäuser in der Silvesternacht berichtet. Auch dieses Jahr wurde darüber erneut diskutiert. Hingegen hat die Landeshauptstadt Düsseldorf aufgrund der Feststellungen von Feuerwehr und Polizei erstmalig zum Jahreswechsel 2016/2017 ein Mitführ- und Abbrennverbot für bestimmte Feuerwerkskörper im Innenstadtbereich (Altstadt) verfügt und berichtet auch in diesem Jahr ausdrücklich positiv von der Wirksamkeit der Allgemeinverfügung.

In diesem Zusammenhang bitten wir die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Gab es illegale Anwendungen von Feuerwerkskörpern (etwa zu unerlaubten Uhrzeiten, durch unbefugte Anwender*innen, Nutzung von Feuerwerkskörpern aus Sprengstoffklassen, die für den privaten Gebrauch nicht zugelassen sind) und wenn ja, wie viele?
  2.  Wie bewertet die Verwaltung die Notwendigkeit und die rechtliche Möglichkeit zum Erlass einer Allgemeinverfügung für das Mitführ- und Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2?
  3. Wie viele Einsätze gab es in der Silvesternacht 2025 für die Wuppertaler Feuerwehr und den Wuppertaler Rettungsdienst und das Wuppertaler Ordnungsamt aufgrund des Silvesterfeuerwerks beziehungsweise aufgrund von Unfällen/ Vorfällen mit privatem Feuerwerk und wie viele Einsätze gab es in dieser Nacht insgesamt?
  4. Wie hoch war die Auslastung der Notaufnahmen in Wuppertaler Krankenhäusern in der Silvesternacht 2025? Wie hoch war die Auslastung der chirurgischen Stationen in Wuppertaler Krankenhäusern und wie viele Fälle standen in Zusammenhang mit Feuerwerksunfällen?
  5. Gab es einen Anstieg an psychiatrischen Notfällen in der Silvesternacht 2025 ausgelöst durch das Feuerwerk (etwa durch Re-Traumatisierung, in Zusammenhang mit Demenz oder anderen psychischen Vorerkrankungen)?
  6. Gab es Angriffe auf Einsatzkräfte und wenn ja, wie viele?
  7. Gab es Meldungen über verletzte oder entlaufene Haustiere oder solche, die aufgrund von Panikerscheinungen in Behandlung gegeben werden mussten?
  8. Gibt es Zahlen zu Todesfällen bei Wildtieren im Wuppertaler Stadtgebiet in der Silvesternacht 2025, die mit dem Silvesterfeuerwerk in Verbindung stehen?
  9. Wie hoch ist der Mehraufwand für die Straßenreinigung in Folge des Feuerwerks in der Silvesternacht?
  10. Wie verhielt sich die Feinstaubbelastung im Wuppertaler Stadtgebiet in der Silvesternacht 2025 im Vergleich zu anderen Nächsten und was waren die Luftverschmutzungs-Hotspots?
  11. Gab es in der Stadt bestimmte Zonen in denen die in den obigen Fragen beschriebene Belastung besonders hoch war?

Über eine fristgerechte Antwort zur kommenden Sitzung des Ausschusses für öffentliche Ordnung, Bürgerservice und Digitalisierung & Betriebsausschuss ESW würden wir uns freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Liliane Pollmann                                Jan Baumann

Stadtverordnete                                 Ausschussmitglied

Ordnungspolitische Sprecherin